E-Learning: international und mehrsprachig

Viele Unternehmen und Organisationen haben Ihren Sitz nicht nur in Deutschland, sondern sind auch in anderen Ländern vertreten. Ein eLearning für eine Firma in Deutschland entspricht unter Umständen nicht den Anforderungen in anderen Regionen. Unterschiedliche Sprachkenntnisse, andere Formen der Arbeitsorganisation und technischen Ausstattung beziehungsweise kulturelle Unterschiede verschiedenster Art kommen hier zum Tragen. Deshalb macht es Sinn, eLearnings an die regionalen Bedürfnisse anzupassen und zu lokalisieren.

Basisversion und lokale Anpassungen

Ein eLearning in eine andere Sprache übersetzen zu lassen, ist vom Aufwand her noch überschaubar. Wenn es auch inhaltlich an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden soll, ist eine durchdachte und effektive Herangehensweise wichtig. Es bietet sich an, die Elemente festzulegen, die für alle Regionen identisch bleiben. Die Auswahl von Bild- und Fotomaterial, das global eingesetzt werden kann, spart Kosten. Sobald das Basis-eLearning festgelegt ist, kann mit den Regionen abgestimmt werden, welche Änderungen in den regional unterschiedlichen Bereichen notwendig sind.

 

Lokalisierung von verschiedenen Medienarten

In eLearnings kommen verschiedene Medien zum Einsatz. Bei den unterschiedlichen Medienarten gibt es unterschiedliche Dinge zu berücksichtigen. Je nach Sprache ändert sich bei der Übersetzung die Textlänge und damit der erforderliche Platzbedarf. Dies ist insbesondere bei der Erstellung von Illustrationen und Animationen im Vorhinein zu berücksichtigen. So gibt es später bei den Beschriftungen keine Platzprobleme. Textgebundene Animationen, deren Ablauf an ein Audio geknüpft sind, müssen bei einer Audioübersetzung vom Timing her neu angepasst werden. Bei Videos kann die Einblendung von Untertiteln eine kostengünstige Alternative zur Neuvertonung sein.

Organisation, Kommunikation und Qualitätsmanagement

Bei der Lokalisierung von eLearnings für verschiedene Regionen ist eine gute Planung und Kommunikation das A und O. Es gibt in der Regel viele verschiedene Ansprechpartner, die sich zum Teil in verschiedenen Zeitzonen aufhalten. Ein gutes Projektmanagement, bei dem alle Beteiligten über den Projektfortschritt und die jeweils nächsten Schritte auf dem Laufenden sind, ist unabdingbar. Bei der Produktion unterschiedlicher Sprachversionen, ist beim Qualitätsmanagement eine enge Zusammenarbeit mit den Projektverantwortlichen der jeweiligen Region wichtig. Das gilt besonders für außereuropäische Sprachen, wie z. B. chinesisch, japanisch und arabisch.

Beispiel aus der Praxis

Für das Goethe-Institut haben wir ein eLearning zum Fortbildungsprogramm „Deutsch Lehren Lernen®“ (DLL) erstellt. Wir haben zunächst ein Basis-WBT für die Region Ostasien erstellt und dieses im Anschluss für 9 Regionen individualisiert und in 5 Sprachversionen umgesetzt. Eine gute Planung, Koordination und Kommunikation waren der Schlüssel zum Erfolg. Insbesondere bei der Umsetzung der chinesischen, japanischen und arabischen Sprachversion. So ist es uns gelungen, ein qualitativ hochwertiges und lokalisiertes eLearning zu erstellen. Der Aufbau und das Erscheinungsbild sind einheitlich gestaltet. Darüber hinaus ist das WBT im Detail an die Bedürfnisse der einzelnen Regionen angepasst.

Bild von Chriz Merkl - Geschäftsführer von MMC-Agentur für interaktive Medien

Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Gemeinsam finden wir das Richtige für Sie.